Rosinen Semmel

Ich hatte ewig keinen Rosinen Semmel mehr gegessen und hatte großen Appetit darauf, aber selbst gebacken hatte ich auch noch keinen.  Also war es einen Versuch wert.

Der erste Versuch ging auch gleich daneben, Anfängerfehler, die Milch war mir zu heiß geraten und hat die frische Hefe kaputt gemacht. Das habe ich aber erst gemerkt, als der Teig einfach nicht aufgehen wollte, trotz hingebungsvollem Kneten und ich mir die einzelnen Arbeitsschritte gründlich überlegt habe, denn es hat mir natürlich keine Ruhe gelassen.   🙂

Der zweite Versuch klappte dann wie im Bilderbuch, die Hefe ging wunderbar auf, ich war begeistert. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die begeistern können,  😉

Zutaten:

200 ml Milch
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
60 g Zucker
1 Ei (mind. Größe M, aber L geht auch)
1 Prise Salz
125 g Rosinen, das ist später im Teig nicht besonders viel, je nach Geschmack weniger oder mehr nehmen.
75 g weiche Butter (Zimmertemperatur)
Weiche Butter und etwas Mehl zum einfetten und bestäuben des Backtopfes oder Backform
etwas Milch zum Einpinseln der Semmel Oberfläche

Zubereitung:

  1. Die Rosinen in ein Sieb gaben und unter warmes Wasser halten, abtropfen lassen und trocken tupfen. Das macht die Rosinen weicher im Semmel. Macht Sinn.
  2. Die Backform oder wie hier den Brotbacktopf mit der weichen Butter einfetten und mit Mehl dünn bestäuben.
  3. In einem kleinen Topf die Milch lauwarm erwärmen, die Hefe in einer Schüssel zerbröseln. Achtung die Milch nicht zu heiß werden lassen, lauwarm reicht völlig aus die Hefe aufzulösen und macht sie nicht kaputt. Am besten mit einem Schneebesen die Milch mit der Hefe verrühren bis diese völlig aufgelöst ist.
  4. In eine große Rührschüssel Mehl, Zucker, Ei und die Prise Salz geben.
  5. Die Hefemilch und die weiche Butter dazu geben und mit den Knethaken eines Rührgerätes, Küchenmaschine oder Quirl, auf hoher Stufe zu einem weichen Teig verkneten, der nicht am Schüsselrand kleben bleiben sollte. Anschließend mit den Händen eine Kugel aus dem Teig formen und in der Rührschüssel mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem zugfreien geschützten Ort bei Zimmertemperatur oder im Backofen, der erst auf 50°C vorgeheizt und dann ausgeschaltet wurde, 30 Minuten gehen lassen.
  6. Den aufgegangenen Teig auf der Arbeitsplatte auf etwas Mehl nochmal gut durchkneten und dabei die Rosinen untermischen. Den Teig dann wieder zu einer Kugel oder je nach Backform zu einem länglichen Laib formen und in die gefettete und gemehlte Backform, wie hier in den Brotbacktopf geben und noch einmal 45 Minuten abgedeckt an gleicher Stelle gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 175°C vorheizen.
  7. Jetzt den Teig ca. 1 cm tief mit einem scharfen Messer längs oder über Kreuz einschneiden und mit der Milch die Oberfläche bestreichen und auf der untersten Schiene im Backofen ca. 30 Minuten backen.
  8. Den Semmel anschließend ca. 10 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und dann vorsichtig aus der Backform lösen und vollständig auf dem Kuchengitter abkühlen lassen.

Schmeckt hervorragend mit guter Butter oder dünn mit Marmelade bestrichen. Zum Frühstück oder für zwischendurch. Gelegenheit gibt es immer 🙂

Einen guten Appetit !

Rosinensemmel Zutaten                         Rosinensemmel im Backtopf

Rosinensemmel auf dem Kuchengitter

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Brot mit Nüssen

Vor ein paar Wochen war ich auf einer Küchenzubehör Vorführung eingeladen und habe mir einen bildhübschen Brotbacktopf gekauft. In der Vorführung hatte mich das darin gebackene Brot und die Handhabung sehr überzeugt. Aber selbstverständlich kann das Brot auch in anderen Behältern gebacken werden.

Hier kommt nun mein erstes Brot, das ich in diesem Brotbacktopf gebacken habe. Ich habe wohlweislich mit einem unkomplizierten Rezept angefangen, meiner Blog-Philosophie folgend 😉

Von dem Ergebnis waren wir in der Familie überzeugt, es ist tagelang saftig und durch die Nüsse auch sehr sättigend.

Zutaten für mein Nussbrot:

1/2 l Buttermilch
1/2 Würfel frische Hefe aus dem Kühlregal
375 g Dinkel Vollkornmehl
50 g Kürbiskerne
50 g Sonnenblumenkerne
75 g Walnüsse
75 g Haselnüsse
2 – 3 EL Ahornsirup
2 TL Salz
Etwas Butter und Mehl zum einfetten und bestäuben des Backtopfes oder worin gebacken werden soll

Zubereitung:

  1. Ich habe meinen Brotbacktopf dünn mit Butter eingefettet und mit Mehl dünn bemehlt. Den Backofen auf 160°C  Ober-/Unterhitze vorheizen, Umluft eignet sich nicht.
  2. Die Hefe in einer großen Schüssel zerbröseln, den Ahornsirup darüber geben und die Buttermilch lauwarm erwärmen und über die Hefe und den Sirup geben, damit sich die Hefe darin auflösen kann. Vorsichtig verrühren, die frische Hefe löst sich schnell auf.
  3. Mehl, Nüsse, Kerne und Salz dazu geben (ein paar Nüsse zurückhalten für die Verzierung) und zunächst mit einem Quirl mit Knethaken verrühren, eventuell mit den Händen nachkneten. Der Teig ist sehr weich und klebrig, aber das ist richtig so. Hinweis: der Teig muss nicht gehen, trotz der Hefe.
  4. Den Teig in den Brotbacktopf oder in einen anderen Behälter geben und mit den restlichen Nüssen verzieren.
  5. Den Brotbacktopf auf den Gitterrost stellen und auf er untersten Schiene des Backofens ca. 2 Stunden backen. Zunächst ohne Deckel. Nach einer Stunde eventuell das Brot abdecken, sollte der Teig zu hoch für einen Deckel sein, kann man Backpapier auf den Teig legen, damit er nicht zu dunkel wird.
  6. Das Nussbrot sofort nach dem Backen auf ein Kuchengitter vorsichtig stürzen und auskühlen lassen.

Man kann das Brot dann vielseitig belegen, alles schmeckt, insbesondere Weichkäse, Camembert, geräucherte Leberwurst, würziger Schinken.

Besonders gut hat uns ein selbstgemachter Kräuterquark geschmeckt mit Petersilie und Schnittlauch und Salz und Pfeffer und ein paar wenige Tropfen Öl, einfach aber köstlich. Oder eine eigene Kreation, ich habe es italienischen Kräuterquark genannt: Petersilie, Schnittlauch, Oregano, ganz klein geschnittene würzige Tomaten und ebenfalls klein geschnittene Oliven, ein paar wenige Tropfen Olivenöl und Salz und Pfeffer. Köstlich.

Einen besonders guten Appetit 🙂

Brot-Back-Topf     Nussbrot Zutaten

Nussbrot vermengen der Zutaten          Nussbrot Teig im Brotbacktopf

 

 

Schwarzbrot mit Forellencreme

Brotzeit fein gemacht 🙂

Wir essen grundsätzlich gerne Brot, aber manchmal kann es dann auch etwas Besonderes sein wie in diesem Rezept mit Forellencreme und grünen zarten Salatblättern, wachsweichen Eiern und etwas Schärfe durch die Zugabe von Meerrettich.

Zutaten für 2 Personen:

3 Eier (Größe S wäre gut, aber M geht auch)
2 Stck. geräucherte Forellenfilets (gibt es häufig auch in dieser Packungseinheit schon fertig zu kaufen)
6 Scheiben Schwarzbrot oder Körnerbrot
einige zarte Blätter Salat (Sorte nach Geschmack)
2 – 3 TL Sahne-Meerrettich
3 TL Creme fraiche
ein paar frische Petersilieblättchen
3 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Forellenfilets mit einer Gabel zerdrücken und mit Sahne-Meerrettich und Creme fraiche verrühren. Mit Salz abschmecken.
  2. Die Eier in kochendem Wasser ca. 6 bis 6,5  Minuten wachsweich kochen und mit ganz kaltem Wasser abschrecken, pellen und vorsichtig halbieren.
  3. Die Petersilienblättchen sehr fein hacken und mit dem Olivenöl verrühren und ebenfalls mit Salz leicht würzen.
  4. Die zarten grünen Salatblättchen klein zupfen.
  5. Die Brotscheiben mit der Forellencreme dick bestreichen, die Salatblättchen darauf leicht andrücken, damit sie nicht gleich wieder herunterfallen, und mit jeweils einer Eihälfte belegen.Das angerührte Petersilienöl darüber träufeln und mit Pfeffer, möglichst frisch gemahlen, bestreuen. FERTIG

Am Besten sofort servieren!

Lasst es Euch schmecken!

 

 

Käseplatte als Brotzeit

Manchmal braucht es nur eine Käseplatte, um einen ausklingenden sonnigen Tag abends auf der Terrasse zu genießen. Eine leckere Auswahl diverser Käsesorten, frische Früchte, Oliven, ein knuspriges Baguette, ein wenig Salzbutter und ein Glas frischer Wein. Zum Beispiel ein spritziger, fruchtiger Rosé aus Sizilien, Freudo Arancio Tinchité Rosé mit Brombeer- Himbeer und Erdbeertönen oder ein Andiamo Ice, ein Prosecco aus Veneto, Italien, der nach gelben Früchten und Blüten schmeckt.    🙂

Lecker  !

 

Krabben-Brote

Eine norddeutsche Brotzeit mit oder ohne Seemannsgarn.

Zutaten für 2 Personen oder 4 Scheiben Brot:

Frisches kräftiges Brot (4 Scheiben)
1 Päckchen Krabben
3 – 4 Eier (Kl. M), je nach Brotscheibengröße
Mayonnaise oder Remoulade, was gerade im Haus ist
Etwas Zitronensaft
Salz und Pfeffer, Dillspitzen getrocknet oder frisch

Zubereitung:

  1. Die Eier anpieksen und im kochenden Wasser 9 Minuten kochen und dann kalt abschrecken und abkühlen lassen.
  2. Die Krabben in einer kleinen Pfanne in etwas Butter kurz anrösten.
  3. In der Zwischenzeit Brotscheiben schneiden und dünn mit der Remoulade oder Mayonnaise bestreichen. Wenn Mayonnaise verwendet wird mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.
  4. Die kalten Eier mit einem Eierschneider oder einem Messer in Scheiben schneiden und auf den Brotscheiben verteilen und nach Geschmack salzen und pfeffern.
  5. Die Krabben vorsichtig mit Zitronensaft beträufeln und auf den Eiern verteilen und mit Dillspitzen garniert servieren.

Für den Fall, dass die Mayonnaise frisch und selbst gemacht werden soll, hier folgende zusätzliche Zutaten und Zubereitungshinweise:

1 zusätzliches Ei mit 350 ml Pflanzenöl in einen hohen Rührbecher geben und mit einem Pürierstab mixen bis eine Mayonnaise entsteht, diese mit 1 TL Senf (mittelscharf), 1 EL Weißweinessig, etwas Salz und Pfeffer würzen. Zusätzliche Dillspitzen (frische fein hacken, sonst getrocknete) unterrühren. Abschließend mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Kalt stellen bis die Mayonnaise zum Einsatz kommt.

Guten Appetit